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Krieg und Frieden

Fast hat man sich schon an ihn gewöhnt, an den Ukraine-Krieg. Irgendwo – also zwei Nachbarländer weiter – tobt ein kleinerer Krieg, dessen Frontverlauf sich kaum noch verändert.

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Friede, Freude, Pustekuchen

„Frieden: mehr als ein Wort. Gedichte und Geschichten“. So hieß eine Anthologie, die ich als Jugendlicher geschenkt bekommen hatte. Und sogar gelesen habe. Glaube ich.
Frieden. Erst mal ist es ja nur ein Wort.
Ein friedliches Wort. Ein liebes Wort. Ein niedliches und nie betrübliches. Ein erquickliches. Ein …

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Je ne sais pas un Wagenknecht

„Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun“, heißt es in einem altehrwürdigen Arbeiterlied. Und auch keine Tribunin, möchte man angesichts der Gründung einer Partei, die sich nach ihrer Anleiterin Bündnis Sahra Wagenknecht nennt, hinzufügen.

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Pop gegen Rechts

Hier einige Anmerkungen zu der 27. Ausgabe des außerordentlich verdienstvollen Buchmagazins „testcard – Beiträge zur Popgeschichte“, die sich mit einem Thema beschäftigt, das leider immer wichtiger zu werden scheint: Rechtspop. Es geht also um um volkstümlichen Schlager, rechtsextreme Populärkultur und Popmusik, um faschistische Ästhetik im Europa, Russland und den USA, um rechte Memes und Hakenkreuze, um Comics und Videospiele, um Querfront und Volksgemeinschaft, um Männlichkeit und Frauen in der identitären Szene, um Rechtsrock und Rap von rechts, um Refeudalisierung und Autoritarismus. Das ganze schmutzige Programm also.

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Die richtige Anrede

Der große Max Goldt erwähnte in einem seiner Texte, dass eine Dame jahrelang darauf geklagt habe, behördlicherseits nicht mit Frau und ihrem Nachnamen, sondern eben mit Dame und ihrem Nachnamen angeschrieben zu werden. Er berichtete nicht, wie der Fall ausgegangen ist, aber ich befürchte, die Klage wird zurückgewiesen worden sein. Ich bedauere das tatsächlich ein bisschen, denn dies wäre durchaus gerecht, schließlich werden Männer ja auch mit „Herr“ angesprochen. Bei dem Wort „Herrin“ schwingt wiederum eine doch recht deutliche sexuelle Konnotation mit, die ich deutschen Beamten und Behördenangestellten gleich welchen Geschlechts nicht zu benutzen zumuten möchte.

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Tüchtig, aber unfähig

Heute soll die Bundeswehr also wieder „kriegstüchtig“ werden. Und auch die deutsche Bevölkerung. Das kann einem Angst machen, denn ich will gar nicht „kriegstüchtig“ sein. Es wäre mir lieber, wir werden friedensfähig.

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Unsere Hoffnung

Neulich war ich zu einem Abendessen eingeladen. Die beiden Gastgeber, ein befreundetes Ehepaar, hatten ein äußerst leckeres Köfte-Gericht gezaubert, das sie seinerzeit viel während ihres mehrmonatigen Aufenthalts in Barcelona gekocht hatten.

Es war ein heiterer Abend, so wie er sein sollte. Man lachte, man trank, man hörte Musik. Und man redete. Über das, was so anlag und das was geschehen war, persönlich und politisch. Über sich und die gemeinsamen Freunde. Und über die Kinder, die eigenen und die anderer Leute.
Ihr ältester Sohn, erzählte die Gastgeberin, sei kürzlich nach Israel geflogen, und er sei davon auch nicht abzubringen gewesen, zumal er volljährig sei. Er war dort bei der Beerdigung seines bestes Freundes gewesen, der sich zu Kriegsbeginn freiwillig zur Armee gemeldet hätte. Und dann bei einem der ersten Gefechte gefallen sei.

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Über den Krieg

Kurt Tucholsky war ein kluger Kopf. Er fasste diesen Gedanken in einer Zeit, als es noch eine Naturnotwendigkeit zu sein schien, Kriege zu führen.

Der Weltkrieg, der später der 1. genannt wurde, war gerade vorbei und ein neuer dräute schon am Horizont, denn die Deutschen hatten noch nicht genug von all dem Sterben und Sterbenlassen, Morden und Ermordetwerden.

Man wolle mehr. Man wollte Rache.

Erst nach dem nächsten Rachefeldzug, dem 2. Weltkrieg, verloren nicht nur die Deutschen, sondern auch der Rest der Menschheit die Lust am organisierten Töten, am legalisierten Massenmord.

Die Anzahl und das Ausmaß der Kriege nahm nach und nach ab, die Ströme des Blutes schienen fast versickern zu wollen.

Fast.

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