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Einfach Amsterdam – die ersten Reaktionen
Der Reiseführer beschränkt sich auf 30 Highlights in Amsterdam, was einzelne Sehenswürdigkeiten oder ganze Stadtviertel sein können. Jedes Highlight wird über eine Doppelseite beschrieben, bei der die eine Seite durch ein passendes Foto belegt ist. Jedes Highlight wird zu Punkten wie familientauglich, Erreichbarkeit, Kosten, beste Zeit und Zeitbedarf mit Symbolen, Smileys bewertet oder mit Zeitangaben versehen. So kann man schon mal abschätzen, ob es etwas für einen und seine Mitreisenden sein könnte und hilft bei der Auswahl der einzelnen Highlights, wenn man zeitlich nicht alle machen kann. Es ist erstaunlich wie viele Informationen dennoch zu den einzelnen Punkten auf einer Seite zusammengefasst sind. Der Schreibstil ist sehr angenehm und beim Lesen fühlt man sich schon fast in Amsterdam angekommen und ein Guide würde einem vor Ort in diesem Moment die Dinge erzählen, die man selbst gerade liest.
Einfach Amsterdam
Malerische Grachten und beeindruckende Architektur, großartige Kunstwerke und vielfältige Kulinarik, große Museen und kleine Läden, coole Coffeeshops und hippe Clubkultur – Amsterdam ist die faszinierendste Stadt Europas, tolerant, weltoffen und liebenswert. Die Stadt wirkt wie aus einem Guss und ist doch immer wieder anders und immer wieder neu. Und auf eine unaufgeregte Art aufregend! Doch was muss man in Amsterdam unbedingt gesehen haben? Wo muss man gewesen sein? Was muss man erlebt haben?
Mein schönstes Ferienerlebnis – ein Berg voller Liebe
Burg Herzberg also. Das Festival gibt es seit 1968, seit den goldenen Jahren der Hippie-Ära also, die hier in der Wildnis Nordhessens einfach kein Ende finden wollen.
Troja und Tarot
Ich soll was Lustiges schreiben, hat meine Freundin gesagt, nicht immer sowas Trauriges oder Politisches oder sowas, hat sie gesagt, sondern etwas Leichtes und Heiteres, Geistreiches und Gescheites. Etwas Lustiges halt!
Dreimal Politik beim Wortmax
Jean-Philippe Kindler ist ebenfalls Comedien und auch er hat ein Buch geschrieben, in dem er sich mit politischen Themen beschäftigt. „Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“ heißt es. Und auch dieses ist weit weniger lustig als es klingt, dafür aber trotzdem deutlich lesenswerter. „Eine neue Kapitalismuskritik“ lautet der gänzlich unkomische Untertitel zu dem schmalen Werk. Gerade weil es nicht nur auf lustig macht, ist es so lesenswert. Billige Witze hat es nämlich nicht nötig, denn Kindler brilliert durch seine Analysen. Zwar nicht des Kapitalismus im Ganzen, aber doch seiner aktuellen Ausprägungen – und vor allem, wie diese sich in ihren vermeintlichen Kritikern widerspiegeln. Armut, Glück, Klimakrise und Demokratie müssten repolitisiert werden, schreibt Kindler, dann könne es das gute Leben für alle geben.
Vorsatz und Frühgeburt
Los geht‘s mit „Zu früh“ von Frank Schäfer. Natürlich kann ich hier keine auch nur halbwegs objektive Besprechung liefern, denn Frank ist ein Freund von mir und mein Metal-Brother bei „Read Em All – Die Heavy Metal-Lesung“. Und genau darum geht es nicht in diesem autobiografisch grundierten Roman: um Heavy Metal. Sondern um eine Frühgeburt: um Oscar, den mehrere Wochen zu früh auf die Welt gekommenen Sohn des Ich-Erzählers Frank und seiner Frau Heike. Und so kommt es, dass Frank etwas ganz anderes schreibt als sonst. Anrührend ist es, wie sich die Eltern um ihren Sohn sorgen, das Frühchen, das manchmal zu atmen vergisst und im wahrsten Sinne des Wortes am Leben gehalten muss, im „Inkubator“. „Inkubator“ – was für ein Wort! Klingt wie der Name einer deutschsprachigen Death Metal-Band.
Mein Land, meine Welt
Eine andere Welt ist möglich, war einer der Slogans der sogenannten Antiglobalisierungsbewegung um die Jahrtausendwende. „Antiglobalisierungsbewegung“ – ich habe diesen Namen ehrlich gesagt nie verstanden. Ich bin gar nicht gegen Globalisierung. Ganz im Gegenteil: Ich bin für Globalisierung. Ich esse indisch und italienisch (und deutsch) und höre karibische und angloamerikanische (und deutsche) Musik.
Was soll der ganze Scheiß?
Manchmal werde ich gefragt, warum ich so politisch bin. Gar nicht so einfach zu beantworten diese Frage. Egal was ich sage, es klingt immer ziemlich abstrakt. Ich denke, es gehört einfach zu mir, ist Teil meiner Persönlichkeit.
Einfache Leute, einfache Lösungen
Ich bin ein einfacher Mensch. Ich zähle zu den kleinen Leuten. Mein Vater war Fliesenleger, meine Mutter war Hausfrau.
Ich habe auch kein Studium abgeschlossen. Bin ich also bildungsfern?
Der Unterschicht gehöre ich aber immerhin vermutlich (noch) nicht an. Eher der Mittelschicht.
Und Sozialleistungsempfänger oder gar Fürsorgeempfänger bin ich auch nicht. Aber Lohnempfänger schon. Ein Arbeitnehmer also…
Halt, Moment mal! Wieso nehme ich Arbeit? Ich gebe sie doch. Meine Arbeitskraft. Meine Arbeitszeit. Meine Lebenszeit.
Komisch, warum heißen dann Arbeitgeber Arbeitgeber? Und Arbeitnehmer Arbeitnehmer? Ist es nicht eigentlich genau anders herum? Ich arbeite und andere profitieren davon?
Der kleine Herr K. rechnet nach
Herr K. hat neulich gelesen, dass 14 Prozent aller Menschen, die in Deutschland leben, hier nicht wählen dürfen. Weil sie keine deutschen Staatsbürger sind.
Das sind eine ganze Menge, denkt Herr K. Dann schaut sich Herr K. die neuesten Wahlumfragen an, denn Herr K. ist neugierig. Da steht, dass bei Wahlen ungefähr 15 Prozent der Stimmen für Parteien abgegeben werden, die unter die 5-Prozent-Hürde fallen.
Herr K. findet, dass das viel ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass ungefähr 30 Prozent der Wahlberechtigten gar nicht zur Wahl gehen, kommt man dann schon auf fast 60 Prozent der Bevölkerung, die bei den Wahlergebnissen fehlen.
Herr K. kann nicht gut rechnen, aber das dürfte so ungefähr hinkommen.