BLOG
Einfach Amsterdam
Malerische Grachten und beeindruckende Architektur, großartige Kunstwerke und vielfältige Kulinarik, große Museen und kleine Läden, coole Coffeeshops und hippe Clubkultur – Amsterdam ist die faszinierendste Stadt Europas, tolerant, weltoffen und liebenswert. Die Stadt wirkt wie aus einem Guss und ist doch immer wieder anders und immer wieder neu. Und auf eine unaufgeregte Art aufregend! Doch was muss man in Amsterdam unbedingt gesehen haben? Wo muss man gewesen sein? Was muss man erlebt haben?
Mein schönstes Ferienerlebnis – ein Berg voller Liebe
Burg Herzberg also. Das Festival gibt es seit 1968, seit den goldenen Jahren der Hippie-Ära also, die hier in der Wildnis Nordhessens einfach kein Ende finden wollen.
Joghurt, Yoga und Jehova – die große satirische Lesung im Kult
Endlich ist es soweit! Axel Klingenberg – „schnoddriger Heimatschriftsteller“ (Braunschweiger Zeitung) und „Kult-Autor“ (Subway) – lädt ein zu seinem neuen satirischen Soloprogramm „Joghurt, Yoga und Jehova“!
Troja und Tarot
Ich soll was Lustiges schreiben, hat meine Freundin gesagt, nicht immer sowas Trauriges oder Politisches oder sowas, hat sie gesagt, sondern etwas Leichtes und Heiteres, Geistreiches und Gescheites. Etwas Lustiges halt!
Dreimal Politik beim Wortmax
Jean-Philippe Kindler ist ebenfalls Comedien und auch er hat ein Buch geschrieben, in dem er sich mit politischen Themen beschäftigt. „Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“ heißt es. Und auch dieses ist weit weniger lustig als es klingt, dafür aber trotzdem deutlich lesenswerter. „Eine neue Kapitalismuskritik“ lautet der gänzlich unkomische Untertitel zu dem schmalen Werk. Gerade weil es nicht nur auf lustig macht, ist es so lesenswert. Billige Witze hat es nämlich nicht nötig, denn Kindler brilliert durch seine Analysen. Zwar nicht des Kapitalismus im Ganzen, aber doch seiner aktuellen Ausprägungen – und vor allem, wie diese sich in ihren vermeintlichen Kritikern widerspiegeln. Armut, Glück, Klimakrise und Demokratie müssten repolitisiert werden, schreibt Kindler, dann könne es das gute Leben für alle geben.
Generalprobe für eine Geschirrspüler
Spüli! Spüli! Solidarität! „Die Generalprobe“ – Braunschweigs sauberste Lesebühne – präsentiert Satirisches, Skurriles und vielleicht auch noch was zum Nachdenken, manchmal untermalt von Tischhupenklängen oder anderem Genödel. Die Lesebühnenveteranen Axel „Klinge“ Klingenberg, Roland ‘‘Rolo“ Kremer und Marcel „The Ex“ Pollex lesen für einen neuen Geschirrspülmaschinenarm in der DRK-Kaufbar, der guten Stube des Östlichen Ringgebiets.
Eintritt frei, Spenden für die Spülmaschine und Getränke für die Lesenden erbeten.
Vorsatz und Frühgeburt
Los geht‘s mit „Zu früh“ von Frank Schäfer. Natürlich kann ich hier keine auch nur halbwegs objektive Besprechung liefern, denn Frank ist ein Freund von mir und mein Metal-Brother bei „Read Em All – Die Heavy Metal-Lesung“. Und genau darum geht es nicht in diesem autobiografisch grundierten Roman: um Heavy Metal. Sondern um eine Frühgeburt: um Oscar, den mehrere Wochen zu früh auf die Welt gekommenen Sohn des Ich-Erzählers Frank und seiner Frau Heike. Und so kommt es, dass Frank etwas ganz anderes schreibt als sonst. Anrührend ist es, wie sich die Eltern um ihren Sohn sorgen, das Frühchen, das manchmal zu atmen vergisst und im wahrsten Sinne des Wortes am Leben gehalten muss, im „Inkubator“. „Inkubator“ – was für ein Wort! Klingt wie der Name einer deutschsprachigen Death Metal-Band.
Mein Land, meine Welt
Eine andere Welt ist möglich, war einer der Slogans der sogenannten Antiglobalisierungsbewegung um die Jahrtausendwende. „Antiglobalisierungsbewegung“ – ich habe diesen Namen ehrlich gesagt nie verstanden. Ich bin gar nicht gegen Globalisierung. Ganz im Gegenteil: Ich bin für Globalisierung. Ich esse indisch und italienisch (und deutsch) und höre karibische und angloamerikanische (und deutsche) Musik.
Was soll der ganze Scheiß?
Manchmal werde ich gefragt, warum ich so politisch bin. Gar nicht so einfach zu beantworten diese Frage. Egal was ich sage, es klingt immer ziemlich abstrakt. Ich denke, es gehört einfach zu mir, ist Teil meiner Persönlichkeit.
Einfache Leute, einfache Lösungen
Ich bin ein einfacher Mensch. Ich zähle zu den kleinen Leuten. Mein Vater war Fliesenleger, meine Mutter war Hausfrau.
Ich habe auch kein Studium abgeschlossen. Bin ich also bildungsfern?
Der Unterschicht gehöre ich aber immerhin vermutlich (noch) nicht an. Eher der Mittelschicht.
Und Sozialleistungsempfänger oder gar Fürsorgeempfänger bin ich auch nicht. Aber Lohnempfänger schon. Ein Arbeitnehmer also…
Halt, Moment mal! Wieso nehme ich Arbeit? Ich gebe sie doch. Meine Arbeitskraft. Meine Arbeitszeit. Meine Lebenszeit.
Komisch, warum heißen dann Arbeitgeber Arbeitgeber? Und Arbeitnehmer Arbeitnehmer? Ist es nicht eigentlich genau anders herum? Ich arbeite und andere profitieren davon?