Ich liebe Musik. Musik ist mein Leben.
Na gut, es ist zumindest ein Teil meines Lebens. Ein großer.
Und ein wichtiger und schöner.
Musik kann alles sein.
Musik kann fröhlich sein und traurig, laut und leise, hart und zart, melodiös und rhythmisch.
Musik geht in die Beine und in jede Körperzelle, versetzt dich in Schwingungen, lässt dich zucken, treibt dich an, zwingt dich zum Tanzen.
Musik ist alles.
Doch viele Menschen – das haben irgendwelche wichtigen Studien ergeben – lernen in einer bestimmten Phase ihres Lebens (bis 30 ist diese zumeist abgeschlossen) Musik kennen und sind dann zufrieden damit, genau diese Musik bis zu ihrem Lebensende zu hören. Immer wieder dieselbe Musik, dieselben Bands, dieselben Lieder! Sie hören stets dieselben Platten, immer wieder, und schauen sich live immer wieder dieselben Bands an.
Immer und immer wieder.
Das reicht ihnen und es steht mir nicht zu, dies verächtlich zu machen.
Bei mir ist das jedoch anders.
Ich liebe die Bands, die ich auch schon in meiner Jugend gehört habe.
Ich liebe AC/DC (die Phase mit Bon Scott), Motörhead (vor allem das Frühwerk und „1916“), Metallica (die ersten drei Alben) und Iron Maiden (alles aus den 80ern). Ich höre diese Musik immer wieder gerne, genieße und liebe sie.
Doch ich muss auch immer wieder neue Musik hören. Und damit meine ich nicht einfach nur die gleiche Musik von anderen Interpreten, sondern ganz neue Musik.
Die erste „richtige“ Musik, die ich kennengelernt habe, waren die Beatles, von denen einige Alben in unserem Elternhaus neben dem Plattenspieler lagen, im sogenannten „Braunen Zimmer“, das so hieß, weil die Tapeten und die Möbel braun waren. Dann lernte ich den frühen Rock’n’Roll kennen, das muss Ende der 70er gewesen sein. Racey und die Teens hörte ich damals auch und natürlich Lonzo, den Teufelsgeiger, dessen Dinosaurier immer trauriger wurden, weil sie nicht mit an Bord der Arche Noah durften.
Und meine zweitälteste Schwester hörte gerne Cat Stevens, immer wieder dasselbe Lied, während sie im „Kinderzimmer“ saß (das sie sich mit meiner ältesten Schwester teilte), wahrscheinlich in einem lilaroten Umstandskleid gewandet (ohne schwanger zu sein, wohlgemerkt), das vermutlich indisch oder afghanisch sein sollte, um sich herum eine Batterie von Räucherkerzen aufgebaut, daneben ein Stövchen mit Jasmintee oder einem anderen Pflanzenaufguss…
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