In jungen Jahren kann man allerlei anstrengende Reisen unternehmen und es macht einem nichts aus. Die Mühen und Plagen sind schnell vergessen und weichen rosaroten Erinnerungen, in denen nichts anderes Platz findet als lustige Erlebnisse angenehmer oder manchmal auch haarsträubender Art. Werden die Haare jedoch weißer und ihre Träger weiser ist dies tatsächlich keineswegs anders.
Darum kann ich mich auch nur schemenhaft an die Fahrt mit einem hellgrünem Busunternehmen von Braunschweig nach Riga erinnern – man Hirn weigert sich einfach, das Erlittene an die Oberfläche des Bewusstseins dringen zu lassen. Ich weiß durchaus noch, wie mein Sohn und ich in Braunschweig in den Bus gestiegen sind, wie wir anderthalb Stunden Aufenthalt in der Reichs… Verzeihung … Bundeshauptstadt Berlin hatten (um dort einen überteuerten, aber durchaus schmackhaften veganen Döner zu verzehren), um hernach eine weitere motorisierte Personenkutsche zu besteigen, als deren Endhaltestelle Tallin in Estland angegeben war.
Wir durchquerten brandenburgische und wahrscheinlich hinterpommersche oder westpreußische Wäldchen (so gut kenne ich mich nicht aus in der Geografie Osteuropas), um schließlich in die flachen, beige-grünen Weiten Polens vorzustoßen, die nur alle hundert Kilometer einmal durch kleine Dörfer oder Einsiedeleien unterbrochen wurden. Litauen hingegen habe ich wohl des Nachts in toto verschlafen.
Doch immerhin brachte uns der Omnibus so pünktlich und zügig wie es sinnfreie Grenzkontrollen erlauben bis in die lettische Hauptstadt Riga, wo wir von meiner Tochter (die hier ein Auslandssemester absolviert) nach einer insgesamt einundzwanzigstündigen Fahrt in Empfang genommen wurden. Sie führte uns sogleich das hübsche Café Miit Coffee, von dem ich berichten kann, dass wir hier ein bekömmliches und wohlschmeckendes vegetarisches Frühstück einnehmen konnten, das uns von den Strapazen der weiten Reise schnell erholen ließ.
Anschließend begaben wir uns in die bezaubernde Altstadt der alten Hansemetropole. Die vielen ansehnlichen Kirchen und weltlichen Backsteinbauten ließen uns fast glauben, in einer nordwesteuropäischen Großstadt zu sein. Insgesamt weiß Riga durch eine architektonische Mischung aus Mittelalter und Jugendstil, aus skandinavisch oder slawisch anmutenden Holzhäusern sowie aus modernen oder postmodernen oder vielleicht auch postpostmodernen Gebäuden zu überzeugen. Orthodoxe Gotteshäuser mit Zwiebeltürmchen verleihen diesem Ensemble ein ganz besonderes Flair.
In einem schwarzen Monolithen in der Stadtmitte ist übrigens das Besatzungsmuseum untergebracht, dessen kantige und harte Oberfläche auf das Ausstellungssujet verweist. Dahinter befindet sich eine künstlerische Installation für die Opfer der Besatzung, die ebenfalls eine gewisse Tragik ausstrahlt. Dieses architektonische Ensemble kann durchaus als Ausdruck des lettischen Nationalbewusstseins interpretiert werden. Die Letten als solche sehen sich wohl nicht zuletzt als Europäer und verbitten sich daher entschieden, zu einem Vorposten des russischen Neo-Imperiums degradiert zu werden. Die zahlreichen lettischen, ukrainischen und europäischen Fahnen unterstützen diesen Eindruck umso mehr.
Zum Teil erinnert die Stadt mit ihren Pflasterstraßen und halbverfallenen Häusern ein wenig an die DDR zu Wendezeiten (die Älteren unter den Lesenden werden sich vielleicht noch daran erinnern). Da gibt es offensichtlich noch Sanierungsbedarf, auch wenn ich persönlich dieses Ambiente durchaus ansprechend finde, vielleicht auch bloß aus nostalgischen Gründen.
Für lettische Verhältnisse war dies übrigens ein überaus heißer Sommertag, weshalb es auch ganz gut passte, dass wir gegen Abend zufällig an einem Umsonst-und-draußen-Festival vorbeikamen, das in einer sehr schönen Parkanlage am Rande der Altstadt auf der anderen Seite der Daugava stattfand, wo wir uns auf einer Rasenfläche auszuruhen genehmigten, während wir uns von einer Rock-Cover-Band beschallen ließen.
Hernach beschlossen wir endlich, unsere Bleibe aufzusuchen, eine Ferienwohnung in der von Jugendstilbauten geprägten Neustadt. Es gab noch ein bisschen Hin und Her mit dem Finden der Wohnung und des dazugehörigen Schlüssels, aber dies ist wohl nicht den durchaus ausführlichen und präzisen Beschreibungen des Vermieters anzulasten, sondern meiner Müdigkeit aufgrund der langen Reise und des ersten Urlaubstags in unserer wundervollen Gaststadt.
Tag 2
Den zweiten Tag wollten wir für einen Ausflug in die Umgebung nutzen, zumal das Wetter auch heute sehr sommerlich war. Für hiesige Verhältnisse natürlich – in der Heimat schwitzte man schon, während man hier noch überlegte, ob es sich anbot, eher langes oder kurzes Beinkleid zu tragen. Ich entschied mich für die stoffsparende Variante und bereute es nicht.
Wir mieteten also über eine App einen Bolt-Wagen und fuhren in Richtung des Nationalparks Ķemeri. Von einem lauschigen Parkplatz aus wanderten wir durch ein sehr feuchtes Hochmoor und begegneten hier allerlei Getier wie Vögeln, Eidechsen und Schlangen (also es handelte sich tatsächlich um eine einzige Schlange und ich habe sie nicht gesehen, weil sie sich sogleich versteckte, als sie unser Ankommen bemerkte), während wir über einen Bohlenweg flanierten und dabei über die Absonderlichkeiten der deutschen Sprache philosophierten: Wurzeln wurzeln, Fliegen fliegen, Unken unken!
Danach fuhren wir an den Strand, besuchten in dem kleinen Badeort aber vorweg noch eine Kirche, deren Kargheit mich vermuten ließ, dass es sich hierbei um ein evangelisches Gotteshaus handeln muss. Im Eingangsbereich begrüßte uns eine Dame im Rollstuhl, während irritierenderweise eine andere, jüngere Frau im Hintergrund warnend den Kopf schüttelte, so als begäben wir uns in große Gefahr, wenn wir das Innere der Kirche kämen. Unserer Verunsicherung zum Trotz betraten wir sie trotzdem und wurden keineswegs enttäuscht, denn scheinbar nur für uns wurde ein Orgelkonzert veranstaltet. Die Organistin entlockte diesem Instrument wirklich sehr schöne, betörende Töne. Dieses Gesamtambiente verleitete mich dazu, auch noch eine Kerze entzünden und an dem dafür vorgesehenen Ort aufzustellen. Kleine Tränen der Rührung benetzten darob meine Augen. Ja, ich bekenne, Kirchen zu lieben, insbesondere evangelische, meinem ausgeprägten Atheismus zum Trotz. Beim Verlassen der Kirche kam uns die Organistin entgegen, woraufhin mein Sohn anerkennend die Daumen hob, was der Dame ein verlegenes Lächeln zu entlocken vermochte.
Danach ging es an den Strand, der zwar keine Strandkörbe vorzuweisen hatte, dafür aber Bänke, die jedoch keinen Schutz gegen die steife Brise boten, die von der Seeseite her über die weite Sandfläche fegte. Ja, es war durchaus ein bisschen kühl – manch einer klagte gar über „Kälte“ – obwohl die Sonne schien, doch der scharfe Wind ließ die Luft niedrig temperierter wirken, als sie es in Wirklichkeit war. Im Zusammenspiel mit einigen großen Wolken wollte sich so keine Badestimmung einstellen.
Zum Aufwärmen und für den Genuss eines Heißgetränks begaben wir uns daher in ein kleines Strandcafé, dessen windgeschützte Terrasse zum Verweilen einlud. Die sanften elektronischen Musikklänge taten das ihrige, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Nach dem Genuss der einen oder anderen Flüssigkeit begaben wir uns in das Dünenwäldchen, in dem wir auf eine tarnbenetzte ehemalige Rettungsschwimmerstation stießen. Die drei älteren Herren, die wir hier antrafen, hatten, wie sich herausstellte, hierfür einen Schlüssel, und holten aus dem Gemäuer einige Trainingsgeräte heraus. Vor allem die Ausbildung des Bizeps war ihnen offensichtlich ein Herzensanliegen. Mein Sohn versuchte sich ebenfalls daran, scheiterte jedoch an der 120-Kilo-Hantel, was für eine gewisse Heiterkeit bei den stählernen Rentnern sorgte.
Tag 3
Den Morgen des dritten Tags der kleinen Reise verbrachten Golo und ich mit einem Erkundungsbummel durch die Neustadt, während Nele ihrem Studium nachging. Allerlei Cafés und Andenkenläden wurden wir ansichtig, uns begeisterte jedoch vor allem ein Tabakladen, der auch viele Pfeifen, Feuerzeuge und anderen Rauchbedarf zu seinem Sortiment zählte. Der sympathische Verkäufer – ein Vertreter der jungen Generation – erkundigte sich nicht nur nach unserem Begehr, sondern auch nach unserer Herkunft, woraufhin sich ein freundliches Gespräch entspann, in dessen Verlauf wir erfuhren, dass der junge Mann der Juniorchef des Geschäfts ist, und sich anschickte, demnächst eine Messe in der westdeutschen Metropole Dortmund zu besuchen. Leider sei er nur sehr kurz in Deutschland – übrigens zum ersten Mal –, weshalb er sich erkundigte, welche Stadt denn besonders schön sei in unserem Heimatland, woraufhin wir ihm das tatsächlich sehr ansehnliche bis prächtige Potsdam empfahlen.
Anschließend nahmen wir ein Mittagsmahl ein und zwar in dem veganen Bistro Mazā Terapija (Kleine Therapie), wo wir mit einigen Kommilitoninnen von Nele zusammentrafen. Das äußerst schmackhafte Essen zeichnete sich übrigens durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aus.
Den Nachmittag verbrachten wir mit Shopping, denn meine Sprösslinge gierte es nach neuen Bekleidungsstücken. Wir suchten deshalb drei Filialen einer Second-Hand-Laden-Kette auf, deren Konzept es ist, am Anfang des Monats eine Auswahl verschiedener Kleidungsstücke einzustellen, deren Preis im Laufe des Monats sinkt. Jetzt – gegen Ende des Monats – kostete jedes Bekleidungsstück nur noch zwei Euro, was mich letztendlich dazu verleitete, fünf Stück zu erwerben. Damit hatte ich mehr als doppelt so viele Kleidungsstücke erworben wie die Kinder, die diese Einkaufstour immerhin angeregt hatten.
Kurz bevor wir uns in der einen Filiale zum Kaufen anschickten, wurde Nele von einer Verkäuferin, die ich ältlich zu nennen mir an dieser Stelle erlaube, angeranzt, sie möge das Kleidungsstück, das sie in der Hand hielt, erwerben oder es wieder an Ort und Stelle zurückhängen, und zwar mit Hilfe eines Bügels. Dies tat sie wie gesagt in einem Tonfall, den ich unangemessen zu nennen nicht übertrieben finde. Neles Erklärung, dass sie doch gleich das gute Stück – war es ein T-Shirt? – erwerben wolle, beruhigte die Dame keineswegs, sondern ließ sie noch giftiger werden, wobei sie sich von einer nicht minder unsympathischen Kundin sekundieren ließ. Mir war dieses Verhalten nicht ganz erklärlich, ich vermute jedoch eine ausgeprägte Abneigung gegen ausländische Menschen im Allgemeinen oder Deutsche im Besonderen dahinter – ein Phänomen, von dem Nele durchaus weitere Beispiele zu nennen wusste. Insbesondere in Bussen lassen manche Einheimischen anscheinend ihren Ressentiments gegen ausländische Personen freien Lauf – ein Verhalten, das schwerlich mit dem massenhaften Hissen von Europafahnen in Einklang zu bringen ist.
Am Abend besuchten wir ein Pub-Quiz, dessen Fragestellungen in allerlei natur- und geisteswissenschaftlichen Bereichen sich als sehr schwer zu beantworten herausstellte – zumindest für uns, denn unser Team belegte den vorletzten Platz.
Des Abends genossen wir noch das eine oder andere handgebraute Bier lettischer Herkunft, darunter jeweils ein Lager und ein IPA, die es jedoch geschmacklich nicht mit dem Kirsch-Bier, das ich am vorherigen Abend zu mir genommen hatte, aufnehmen konnten. Diesem Schlummertrunk folgte ein tiefenentspannter Schlaf im gemütlichen Schlafzimmer unserer Ferienwohnung, über die ich tatsächlich nur Gutes zu berichten weiß.
Tag 4
Den Morgen des vierten Tages verbrachten Golo und ich mit einem ausgiebigen Frühstück, das wir durch die Beschallung mit Reggae und osteuropäischer Folklore zu versüßen wussten. Hernach brachen wir in die Altstadt auf, wo wir auf Nele trafen, mit der wir die Nationalbibliothek aufsuchten, welche sich auf der anderen Flussseite befindet. Sie ist in einem beeindruckenden Gebäude untergebracht, von deren Dachgeschoss aus man einen exzellenten Ausblick auf die Stadt hat.
Im Anschluss besuchten wir ein weiteres Mal die mehr als ansehnliche Innenstadt und genossen in dem bezaubernden Café Parunāsim Kafe’teeka hervorragende Torten und nicht minder wohlschmeckenden Kaffee sowie das Vintage-Interieur, das dem Etablissement einen ganz eigenen Charme verlieh, welcher durch sanfte Jazz- und Folk-Klänge verstärkt wurde, die uns fast dazu verleiten wollten, diese gastronomische Einrichtung gar nicht mehr zu verlassen, was wir natürlich trotzdem taten, nämlich um in unserer angemieteten Immobilie ein kleines Abendessen einzunehmen. Den Abend verbrachten wir wiederum in der Altstadt, und zwar in einem vorzüglichem Billard-Club.
Tag 5
Der Tag 5 verlief mit einem Besuch der berühmten Rigaer Markthallen angenehm unaufgeregt. Wir lernten, dass es die Einheimischen sehr freute, wenn man sich anschickte, das eine oder andere lettische Wort in die zumeist auf Englisch geführte Konversation einzuflechten. Die korrekte Aussprache scheint hierbei glücklicherweise nebensächlich zu sein.
Für den Abend war der Besuch einer öffentlichen Übertragung eines Eishockey-Spiels im Rahmen der Weltmeisterschaft angesetzt. Leider hatte sich das Wetter im Laufe der letzten Tage merklich abgekühlt, weshalb ich so ziemlich alles anzog, was ich auf die Reise mitgenommen hatte, was bei gerade mal zehn Grad allerdings auch nicht ausreichend war, zudem es gegen dreiundzwanzig Uhr eher gefühlte drei Grad waren, zumal ein frischer Wind über die Public Viewing-Fläche fegte.
Frischer Wind hätte auch dem Spiel gut getan, doch die lettischen Hockey-Spieler, die als haushohe Favoriten galten, wurden von der norwegischen Mannschaft einfach … nun ja … kaltgestellt. Schließlich drehten die Skandinavier das Spiel sogar, indem sie mit 1:0 in Führung ging. Die verzweifelten Versuche der Letten im letzten Drittel des Spiels, doch noch den Ausgleich und damit eine Verlängerung zu erzwingen, führten kurz vor Abpfiff zu einem weiteren norwegischen Tor. Die lettischen Fans traf dieser Zähler in Mark und Bein und nicht wenige verließen umgehend das Geschehen. Ich bedauerte dies durchaus, da ich mich während dieses Spiels auf die lettische Seite geschlagen hatte, da ich glaubte, dies meinem Gastgeberland schuldig zu sein.
Tag 6
Der sechste Tag war auch schon der vorletzte Tag unserer Reise, was ein wenig Wehmut bei mir hervorrief, da mir in dieser kurzen Zeit Riga schon fast ein wenig ans Herz gewachsen war. Wir nutzten den Vormittag jedoch noch, um das KGB-Haus aufzusuchen. In diesem von außen durchaus ansehnlichen Gebäude war einst die hiesige Dependance des sowjetischen Geheimdiensts untergebracht, die unter anderem dazu diente, Verhöre mit Verdächtigen durchzuführen. Dies geschah auf eine Weise, die inakzeptabel zu nennen maßlos untertrieben ist. Auch derartige Erscheinungen des sogenannten „realexistierenden Sozialismus“ sind es, die die eigentlich doch so menschenfreundliche Idee des Kommunismus in den Schmutz gezogen haben. Schande über euch, Tschekisten aller Länder!
Danach mussten wir unsere verdüsterten Gemüter aufheitern, in dem wir in den Waldpark fuhren, der direkt vor den Toren der Stadt liegt (der Zoologische Garten ist hier auch zu finden) und ganz bezaubernd ist, so still wie er sich an die Rigaer Stadtgrenzen schmiegt. Also normalerweise tut er das – heute tat er uns nicht den Gefallen, denn am nächsten Tag sollte hier ein Open-Air-Konzert stattfinden, für das schon eifrig und lautstark geprobt wurde, so dass ein stetes Wummern das Vogelzwitschern der gefiederten Parkbewohner übertönte. Erst später geruhten die Musiker und Musikerinnen eine Pause einzulegen, so dass angenehme Stille einkehrte in die Parkanlage, die übrigens einen wunderschönen See beherbergt, auf dem in den Sommermonaten wohl auch Ausflugsboote zu verkehren belieben.
Abends waren wir dann in einem italienischen Restaurant essen, dessen Kost ich nur als wohlschmeckend bezeichnen kann. Ich genoss übrigens eine Pilzpizza mit frischen Pfifferlingen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis war ganz wunderbar, so dass wir gestärkt in die Bar Č aufbrechen konnten, die ich sofort in mein subkulturelles Herz schloss. Viele Einheimische und einige wenige Touristen bevölkerten das Lokal, das sich durch eine stylische Einrichtung auszeichnet sowie durch die musikalische Beschallung durch Blues, Rockabilly, Stoner Rock (Monster Magnet!) und Artverwandtem. Eine Besonderheit des Lokals ist es übrigens, dass hier fast ausschließlich Bier deutscher Herkunft ausgeschenkt wird.
Nele und Golo gingen anschließend noch aus und erlebten Abenteuer, die es vielleicht an anderer Stelle zu erzählen gilt. Nur soviel: Sie haben mit einer bedrohlichen Situation an einer Bushaltestelle zu tun, an der mein Sohne gegen Morgen von einem alkoholisierten oder anderweitig berauschten Mann bedroht wurde.
Tag 7
Der siebte Tag unserer Reise war auch schon der letzte. Vor der Abfahrt besuchten wir noch eine Rooftop-Bar und genossen einen letzten Ausblick auf die Stadt.
Über die Heimfahrt möchte ich gar nicht soviel erzählen, außer dass sie sehr lang anmutete, insbesondere, weil ich mir aufgrund einiger unglücklicher Umstände des Nachts die Sitzbank mit einer mir fremden, übergroßen Person (ich nannte den Mann insgeheim „den polnischen Schrank“) teilen musste, die sich im Schlaf an mich anzuschmiegen anschickte …